Dienstag, 27. September 2011

Tag 4 – 27.09.2011: La Palma (16,9 Knoten – Windstärke 2-3 – 28°C)


Heute sind wir nach dem Frühstück im Marktrestaurant direkt wieder in unsere Kabine, um beim Anlegen im Hafen von Santa Cruz de La Palma zuzuschauen. Um 10.00 Uhr trafen wir uns dann mit der Reiseleitung für unseren Ausflug an der Pier3 Bar auf Deck 3. Nachdem um kurz nach 10.00 Uhr die letzten Gäste noch spontan eine persönliche Einladung per Telefon erhalten haben, ging es dann los zum Bus, an dem uns unsere Reiseleiterin Eva zusammen mit dem Fahrer Paco und dem Butler Carlos erwartete. Es sollte ja schließlich eine VIP-Rundfahrt über die Insel werden. Der Bus erwies sich dann auch als erstaunlich komfortabel mit ausreichendem Sitzabstand. Und mit nur 25 Teilnehmern war der Bus auch alles andere als überfüllt. Besonders wurden wir auf die Sicherheitsgurte in unserem VIP-Komfortclass hingewiesen – dies sollte sich wie ein roter Faden durch den gesamten Ausflug ziehen. Nichts war so wichtig, wie der ständige Hinweis, dass dieser Bus auch Sicherheitsgurte hat.

Nach einer kurzen Vorstellung des vor uns liegenden Tages machten wir uns auf den Weg zur Wallfahrtskapelle Senora de las Nieves. Hier besichtigten wir die Kirche und sahen viele hundert Jahre alte Lorbeerbäume. Danach gingen wir in das Besucherzentrum, in dem uns Eva anhand einer Inselnachbildung die Entstehung von La Palma beschrieb und uns die heutige Tour zeigte. Zurück im Bus fiel uns auf, dass Carlos nicht mehr an Bord war. Doch schon nach wenigen 100 Metern entdeckten wir ihn wieder – in einer Waldlichtung hatte er ein kleines Picknick für uns vorbereitet. Neben Sekt, Saft und Wasser gab es auch echte Palmerische Bananen, sowie Feigen, Rosinen und Nüsse. Gut gestärkt ging es von dort aus dann direkt in den Nationalpark Caldera de Taburiente, in dem wir erst einmal zu 2 wunderschönen Aussichtspunkten – La Cumbrecita – wanderten. Hier hatte man einen tollen Ausblick über den gesamten Nationalpark, der durch und durch grün ist – wie die ganze Insel.



Nach 40 Minuten in der prallen Mittagssonne kamen wir alle schön verschwitzt im Bus an und fuhren weiter Richtung El Paso und nach Las Manchas. In Las Manchas besichtigten wir die Plaza La Glorieta, einen von Luis Morera entworfenen Platz mit vielen Bildern aus Mosaiksteinen und sehr schön angelegten Pflanzbeeten. Dieser wunderschöne Platz verschlug sogar unserem neuen Freund IM A. Sack aus den neuen Bundesländern die Sprache und beendete damit seine seit circa 1 Stunde andauernde Nörgelei über den enormen Wasserverbrauch für 1 kg Bananen. Dieses Kindheitstrauma der fehlenden Bananen in seinem Heimatland teilte er mit dem gesamten Bus.
Es ging direkt weiter zum Mittagessen in eine kleine Bodega direkt in einer Felshöhle. Hier gab es typischen palmerischen Schinken und Ziegenkäse, Roséwein (bäähh, pfui), Salate, Fleisch vom Grill und unsere heißgeliebten papas arrugadas mit mojo rojo.
Nach der Pause fuhren wir in den Süden nach Los Canarios und wanderten entlang des Kraters von Volcán San Antonio zum Aussichtspunkt an der Südspitze des Kraters. Immerzu begleitet von grob geschätzt 3 Millionen ekligen kleinen Fliegen. Ohne die Wolken hätten wir sicherlich einen schönen Ausblick gehabt. So sahen wir leider nur wenig von der Küste und liefen dann in der prallen Sonne oberhalb der Wolken zurück zum Bus. Vorbei an dem Städtchen Mazo ging es dann weiter Richtung unserem letzten Halt beim Meister der Tontopfgestaltung, wie sie von den Ureinwohnern La Palmas gehandhabt wurde. Auf dem Rückweg zum Schiff veranstaltete unser Butler Carlos noch eine lustige Sektflaschenverlosung, die sofort IM A. Sack gewann. Wir hoffen er hatte viel Spaß beim Zustieg zum Schiff ( Alkohol: VERBOTEN!).
Alles in Allem war es ein sehr gelungener Ausflug auf einer sehr schönen Insel!

Abends gingen wir noch ins Marktrestaurant zum Abendessen und anschließend spontan an den Roulette-Tisch. Innerhalb von 15 Minuten wurden aus den 25 EUR Einsatz 50 EUR – was uns direkt zum Feiern an die Bar führte. Nach einem leckeren Cocktail in der AIDAlounge entdeckten wir dann noch die Lichter von Teneriffa, die vor uns am Himmel leuchteten. Nach kurzer Zeit hatten wir hier aber einen Genossen von IM A. Sack, der sich nörgelnder Weise über die seiner Meinung nach unmöglich aufgestellten Sofas beklagte. „Isch möschte so rum nisch sitzen!“ Woraufhin Dirk sich mit den warmen Worten verabschiedete „Komm Schatz, wir gehen! Ich glaub ich krieg nen Mauerfall!“
Und so ging wieder ein sehr schöner und lustiger Tag zu Ende. In 82 Seemeilen werden wir im Hafen von Las Palmas auf Gran Canaria anlegen. Sind wir mal gespannt, was uns hier erwartet.

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