Nach einer mehr oder weniger erholsamen Nacht (nicht das eigene Bett, nicht das eigene Meer vor der Tür, nicht der eigene Wind, der einem die Bettdecke stiehlt, ...) gingen wir erst mal Richtung Frühstücksbuffet. Nachdem sich das zuerst angesteuerte Marktrestaurant als Treffpunkt unserer neugewonnenen Rentnerfreunde vom Flughafen entpuppte, gingen wir dann ins Bella Donna zum Frühstücken.
Um 10.20 Uhr war dann die obligatorische Seenotrettungsübung, bei der man sich mit der unvergleichbar hässlichen Rettungsweste auf Deck 5 einfindet und hier nur noch bestaunen kann, wie kreativ diese Weste angelegt werden kann. Nachdem doch tatsächlich das komplette Schiff auf Deck 5 versammelt war, ging die Übung auch sehr schnell über die Bühne und wir durften uns wieder aus unseren Topmodel-Westen schälen. An der Poolbar trafen wir nun einige Leute aus dem AIDAforum zum persönlichen Kennenlernen. Als wir hier erfuhren, dass der Cocktailworkshop, der am Nachmittag angeboten wurde, sehr spaßig sein soll, haben wir uns spontan dafür angemeldet – ein folgenschwere Entscheidung!
Nach einem kleinen Snack im Marktrestaurant gingen wir dann mit einer mehr oder weniger guten Grundlage Richtung Anytime Bar, in der uns schon Barchef André erwartete. Mit 11 anderen Cocktailfreunden – unter anderem unsere Lieblingstruppe aus Hessen – wurden wir dann in die Kunst des Cocktailmixens und –shakens eingeweiht. Nach kurzer Theorie durften wir unser Können dann hinter der Theke unter Beweis stellen. Dirks obligatorische Wahl fiel natürlich auf den heißbegehrten Long Island Ice Tea. Nicht etwa, weil dieser so eine hohe Kunst des Shakens voraussetzte, sondern viel mehr, weil es kaum einen Cocktail gibt, in dem mehr Alkohol enthalten ist, als in diesem. Innerhalb von nur 2 Minuten hat Dirk das Cocktailrezept derart abgewandelt, dass man aus dem Glas schon die Eiswürfel teilweise entfernen musste, um noch einen kleinen Schluck Cola zu der Todesmischung dazufüllen zu können. André meinte dann nur „Nach diesem Cocktail ist der Workshop für Dich dann wohl beendet!“. Weit gefehlt, da kam immer noch ein Caipi und ein Frozen Daiquiri... Mal abgesehen von dem Begrüßungssekt. „Du meinst es aber gut mit Dir!“ Doch nicht zuletzt wegen unserer gesamten Gruppe wurde das ein unvergesslicher Nachmittag. Obwohl sich bei einigen Teilnehmern recht schnell Ausfallerscheinungen zeigte – nein, der fertige Cocktail gehört nicht aus dem Shaker in den Ausguss, sondern ins Glas! Vor allem unsere hessischen Freunde fassten den Workshop in einer tiefschürfenden Weisheit treffend zusammen: „Wir können auch mit Alkohol Spaß haben!“ – das war dann auch recht schnell das Motto des Nachmittags. Ungefähr 3 Stunden später war André dann mit den Nerven am Ende, die Bar mit ihren Beständen auch und wir beide auf unserem Balkon, um zuzusehen, wie die AIDAsol zielsicher in den Hafen von Madeira einparkte.
Nach dem Abendessen im East Restaurant stand für uns fest – vietnamesisch ist nicht unser Geschmack (bäähh).
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