In Mariposa machten wir einen kurzen Zwischenstopp, doch leider hatte der gesuchte Cowboystiefel-Laden geschlossen. Da unsere morgige Strecke die längste auf unserer Tour sein wird, fuhren wir an die nächste Tankstelle. Hier wurden wir von der unglaublichen Frechheit des Tankwartes überrascht – ja da stellt der Schlamper doch unmittelbar nachdem wir getankt hatten den Gallonenpreis um 10 Cent nach unten um. Das kann doch nicht wahr sein! Leider wollte uns die nette Frau an der Kasse unser Geld nicht zurückgeben... In Mariposa deckten wir uns noch mit Infomaterial zum Yosemite NP ein und fuhren dann entlang am Merced River Richtung Yosemite Valley, wo unser Campground Upper Pines liegt.
Am Eingang zum Park erwarben wir noch unseren Nationalpark-Pass, mit dem wir von nun an in alle Nationalparks einfahren können. In Upper Pines angekommen, parkten wir unser Schlachtschiff nach einer unfreiwilligen Rundfahrt durchs Tal (ja, auch hier haben wir uns verfahren) unter Ächzen und Krachen des nahestehenden Baumes auf unseren Stellplatz direkt im Wald. Schon kurz nach unserem Eintreffen waren unsere neuen Haustiere zur Stelle. Brüderlich teilten wir unser Lunch-Sandwich mit unseren 3 Eichhörnchen und 2 Vögeln, die uns nach kurzer Zeit aus der Hand fraßen. Unser Lieblingseichhörnchen (von nun an „Bach-Schorsch“ genannt) machte uns am meisten Freude. Nicht nur, dass unser Schorsch alle anderen Eichhörnchen mit wehenden Fahnen und Staubwolken vertrieb – nein, mit Anlauf sprang der kleine Depp gegen unsere Eingangstür, die glücklicherweise mit einem Fliegengitter (ab jetzt Schorsch-Gitter) ausgestattet war und den kleinen Tiefflieger abfing.
Nach dieser lustigen Showeinlage fuhren wir mit dem Valley Shuttle Bus durch das Tal, um uns alle Sehenswürdigkeiten, wie El Capitan, Half Dome und Lower Yosemite Falls (ein Wasserfall ohne Wasser) anzuschauen.
Auf dieser Rundfahrt haben wir auch unseren ersten Schwarzbären gesehen – in 4 Metern Höhe auf einem Baum beim Mittagsschlaf. Wie schon gestern schien die Sonne bei 30° C bis in den späten Nachmittag.
Zurück auf dem Campground schrieben wir noch ein paar Postkarten und machten uns mit Holzkohle und Fleisch bewaffnet auf zum Grill.
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